Mittwoch, 23. Juni 2021, 19.30 Uhr, Gut Kump

Mozart ’21 – zwischen Vorgänger und Nachfolger

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Nordwestdeutsche Philharmonie Herford

 

Matthias Kirschnereit: Klavier
Frank Beermann: Leitung

 

Wolfgang Amadeus Mozart: Così fan tutte (Ouvertüre)
Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur, op. 58
Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 88 G-Dur

 

„So machen es alle“ hieße Mozarts Oper „Così fan tutte“ auf Deutsch, ein musikalischer Schelmenstreich um erotische Spielchen. Die Oper ist auch heute noch unterhaltsam; die fröhliche Ouvertüre ist es auch. Mittelpunkt im Mozart-Zyklus des KlassikSommers aber ist 2021 nicht Mozart sondern Beethoven. Eingebettet zwischen Mozarts freche Ouvertüre und Haydns übermütige 88. Sinfonie steht Beethovens vielleicht größtes und schönstes Klavierkonzert. Ganz gleich, ob Zeitgenossen oder Menschen der Moderne – jeder Kritiker, jeder Pianist und auch jeder Zuhörer spricht von Schönheit, von Lyrik, von Zauber, wenn es um das 4. Beethoven-Konzert geht. Das Konzert beginnt ganz zart – mit dem Klavier. Das war eine Revolution: Nie zuvor in der Geschichte hatte ein Klavierkonzert ohne Orchestervorspiel begonnen! Das Klavier beginnt versonnen, fast zögernd. Es eröffnet ein „Gespräch“ mit dem Orchester, ohne aufzutrumpfen, ganz natürlich dahinfließend. 

Und wie bei allen seinen Revolutionen hat der Traditionsbruch Bedeutung:
1806 war das dramatische Ringen der Eroica und Appassionata vorbei, klingt Beethoven auch in der 4. Sinfonie und im Violinkonzert lyrisch. Die Hörer des Jahres 1808 fühlten sich an die Musik in Glucks Oper “Orfeo e Euridice” erinnert. Orpheus besänftigte mit Musik die Furien der Unterwelt. Manch einer spricht deshalb vom Orpheusprogramm dieses Klavierkonzerts: Eine Huldigung an die Schönheit der Kunst, nachdem Kampf und Raserei überwunden wurden? Ein Denkmal für die Macht der Musik, die alles in Schönheit versöhnt? Vielleicht. In jedem Fall aber ein Sieben-Meilen-Stiefel-Schritt der Musikgeschichte.

 

 

Tickets 24,10 € / erm. 18,60 €

 

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Foto: Meike Helbig


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